TMA-2 (Trimethoxyamphetamin)

Mögliche Wirkungen
TMA-2 ist ein Halluzinogen  und wirkt psychoaktiv d.h. es nimmt Einfluss auf Psyche und (Sinnes-) Wahrnehmung des Einzelnen. Das Denken, Fühlen und das Bewusstsein sind verändert, man nimmt seine Umgebung anders wahr. Das Gefühl für Raum und Zeit, sie scheint still zu stehen, ist verändert. 
Optische Halluzinationen können auftreten. Statische Objekte besonders Oberflächen, Muster und Bilder beginnen sich zu bewegen und scheinen zu fließen.
Wie bei allen Halluzinogenen kommt es zu einem insgesamt intensiveren, für manche Menschen spirituellen, Erleben. Auch das Ich-Empfinden ist verändert. Das kann sich in einem Gefühl der starken Verbundenheit mit der Welt äußern, aber auch Angst machen. Abhängig von Lebenswelt, Kultur und persönlichem Hintergrund geht jeder Mensch unterschiedlich mit diesem Erlebnis um.

Die Wirkung ist zudem beeinflusst von der körperlichen und seelischen Tagesverfassung sowie der (Konsum-)Situation und den Erwartungen der einzelnen Person. Das Erlebnis kann also auch bei derselben Person von Mal zu Mal verschieden ausfallen.

TMA-2 wirkt ähnlich wie Meskalin, allerdings fehlt die, für Meskalin typische, Verstärkung des Farberlebens. Die halluzinogene Wirkung ist vorhanden. Der Konsum von TMA-2 kann ein wohlig warmes Körpergefühl auslösen. Der Drang sich kreativ aktiv zu werden und mit anderen auszutauschen steigt.

Bei einer Dosis von 20-40mg beträgt die Wirkungsdauer ca. 8-12 Stunden. Nachwirkungen können bis zu 6 Stunden spürbar sein.

 

Negative Effekte
Leider gibt es kaum wissenschaftliche Untersuchungen oder Erfahrungsberichte und somit sehr wenig Information über negative Auswirkungen des Konsums von TMA-2. Man kann aber davon ausgehen, dass sie mit möglichen negativen Folgen anderer Halluzinogene vergleichbar sind.
Veränderte Wahrnehmung und besonders intensives Erleben und Erlebnisse können Angst und Verwirrung auslösen. Beim Abklingen der Wirkung kann ein Gefühl der Leere und Unsicherheit sowie Niedergeschlagenheit aufkommen.
A. Shulgin spricht von gelegentlicher Benommenheit, kurzen Darmkrämpfen und Durchfall zu Beginn.  Es können Probleme beim Einschlafen auftreten.

 

Wirkmechanismus
TMA-2 wirkt im Gehirn auf bestimmte Regionen, die 5HT2 Rezeptoren. Diese sind für die Regelung des Neurotransmitters (das sind Botenstoffe zur Übertragung von Reizen zwischen Nervenzellen) Serotonin zuständig. Serotonin beeinflusst Stimmung, Müdigkeit/Aktivität, Appetit, Verhalten, Sexualtrieb und Körpertemperatur.
A. Shulgin beschreibt die Wirkung als halluzinogen (s. unten) aber kaum stimulant, d.h. aktivierend.

 

Mögliche Langzeitfolgen
Derzeit liegen keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse zu Langzeitfolgen vor.

 

Konsumiere nie bei…

  • Schwangerschaft
  • Herz- Kreislauferkrankungen
  • Anfallskrankheiten wie z.B. Epilepsie
  • Schlechter Stimmung, Unsicherheit, Angst, Nervosität den Konsum betreffend
  • psychischen Erkrankungen
  • Da halluzinogene Substanzen in der Regel deine Stimmung verstärken, verzichte auf den Konsum wenn du dich nicht wohl fühlst!

 

Mischkonsum
Die Kombination verschiedener Substanzen sollte vermieden werden. Die Wirkung entspricht normalerweise nicht der Summe der Einzelwirkungen und ist daher kaum einschätzbar. Die Kombination von Halluzinogenen und Stimulanzien sind eine besonders hohe Belastung für den Körper, speziell des Herz-Kreislaufsystems. Vorsicht auch bei zusätzlichem Konsum von Alkohol!

TMA-2 darf nicht in Kombination mit MAO- Hemmern konsumiert werden. Sie sind in vielen Medikamenten enthalten und verhindern das „Recycling“ von Serotonin. Es kommt dadurch zu einer zu hohen Konzentration des Neurotransmitters im Gehirn.

 

Risk Reduction

Informiere dich über Inhaltsstoffe und Bezugsquelle der Droge. Das äußere Erscheinungsbild (Farbe, Form, Logo etc.) gibt kaum Aufschluss über die tatsächliche Zusammensetzung.

Mischkonsum vermeiden, auch beim „Runterkommen“.

Achte darauf, nur in angenehmer Umgebung, in der du dich sicher und wohl fühlst, zu konsumieren. Konsumiere mit Freunden, die sich gegenseitig Unterstützung bieten können und auf die du dich verlassen kannst. Sprecht dies vorher ab und lasst den/die anderen nicht allein.

Wenn möglich, konsumiere in freier Natur. Schaffe Möglichkeiten, dich kreativ zu betätigen, höre Musik.

Das Empfinden deines Körpers kann sich verändern. Hunger, Durst und Erschöpfung werden oft nicht wahrgenommen. Achte darauf, genug zu trinken, auf Parties regelmäßig Tanzpausen einzulegen und immer wieder frische Luft  zu „schnappen“.

Beginne mit einer möglichst niedrigen Dosis und vermeide es „nachzulegen“, wenn die Wirkung nicht deinen Erwartungen entspricht

Verzichte darauf ein Fahrzeug zu lenken und gefährliche Maschinen zu bedienen, da du dich selbst und andere gefährden könntest.

Vergiss nicht, dich und deine/-n PartnerIn beim Sex zu schützen und Kondome zu verwenden.

Plane genügend Zeit ein, dich zu erholen und die Erlebnisse zu verarbeiten. Nimm vitaminreiche Getränke und Nahrung zu dir.

 

Chemisches
TMA-2 ist eine synthetisch hergestellte Substanz, ein Amphetaminderivat. Es kann sowohl aus dem Vorläuferstoff 2,4,5-trimethoxybenzaldehyde, als auch aus dem, in Kalmus- oder Aronstabgewächsen natürlich enthaltenen, Asaron hergestellt werden.

 

Das Gesetz
TMA-2 unterliegt dem Suchtmittelgesetz. Insbesondere ist der Erwerb, der Besitz, die Erzeugung, die Ein- und Ausfuhr und die Überlassung an und Verschaffung für andere (Weitergabe, Verkauf) gerichtlich strafbar und kann Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen.