DMT

DMT  –  N,N-Dimethyltryptamin – Download Infofolder

Mögliche Wirkungen
DMT ist ein schnell und kurz wirksames Halluzinogen mit starker psychoaktiver Wirkung. Der Wirkungseintritt erfolgt bereits nach ca. 10-30 Sekunden. Die eigentliche Wirkung hält ca. 5-20 Minuten an, worauf eine Phase der Entspannung (30-60 min.) folgt. Sie dient der ersten Verarbeitung des Erlebnisses und Wieder- Zurückkommens in die reale Welt.
Konsumiert man DMT intramuskulär, tritt die Wirkung etwas später (nach einigen Minuten) ein, sie hält allerdings auch länger an (ca. 1 Stunde). Bei oralem Konsum verlängert sich die Wirkdauer auf 2-6 Stunden, wobei der Wirkungseintritt nach 30-60 Minuten zu erwarten ist.

DMT bewirkt eine starke Veränderung der (Sinnes-) Wahrnehmung. Die Stärke der Wirkung ist dosisabhängig. Besonders bei hohen Dosen kommt es zu akustischen (hohes Schnattern, Knirschen, comicartige, schrille Geräusche) und in manchen Fällen haptischen (den Tastsinn betreffend) Halluzinationen.
Charakteristisch für die DMT- Wirkung ist die schnelle Abfolge der Effekte, wie im Zeitraffer. Das Zeitempfinden ist stark verändert. Wenige Minuten erscheinen wie Stunden. Oft erleben Konsumenten verschiedenste, schnell wechselnde Emotionen wie Euphorie, Angst, Panik, Entspannung innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes. Die qualitative Denkfähigkeit ist dabei allerdings nicht beeinträchtigt. Es kann zum Verlust des Körperbewusstseins kommen (z. B. Empfinden von Schwerelosigkeit, Fliegen/Fallen).
Wie bei allen Halluzinogenen kommt es zu insgesamt intensiverem, für manche Menschen spirituellem, Erleben. Das Ich-Empfinden kann sich  soweit verändern, dass die subjektiven Grenzen der eigenen Person verschwimmen. Das kann sich in einem Gefühl der starken Verbundenheit mit der Welt und den Menschen äußern, aber auch Angst machen. Die Wirkung ist zudem beeinflusst von der körperlichen und seelischen Tagesverfassung der einzelnen Person sowie der Konsumsituation, dem Ort und dem sozialen Umfeld. DMT bewirkt eine Beschleunigung der Pulsfrequenz und erhöhten Blutdruck.

 

Negative Effekte
Halluzinogene bewirken besonders intensives Erleben, das auch Angst auslösen kann. Nicht allen Konsumenten fällt es leicht, das eindrückliche Erlebnis der DMT-Wirkung zu verarbeiten und in den Alltag einzugliedern. In manchen Fällen kommt es zu Desorientiertheit während und nach dem Höhepunkt der Wirkung  und einem Gefühl des Kontrollverlusts. Nach dem Konsum können leichte Kopfschmerzen auftreten. Der scharfe Rauch kann Atemwege und Lunge beeinträchtigen. Bei oralem Konsum kann der herbe Trank Übelkeit und Erbrechen auslösen.

 

Wirkmechanismus
Im Gehirn wirkt DMT auf zwei verschieden Subtypen der 5-HT-Rezeptoren, die für die Regelung des Neurotransmitters Serotonin zuständig sind. DMT wirkt also auf 5-HT1a- und 5-HT2- Rezeptoren. Es bewirkt einen Anstieg des Blutdrucks, eine Ausschüttung des Hormons Prolaktin, das u. a. die Stimmung reguliert, und einen Anstieg des ACTH- Hormons. ACTH wird von der Hypophyse ausgeschüttet, ist für die Regelung des Blutzuckers verantwortlich und wird häufig in der Epilepsietherapie eingesetzt.

Während einiger Stunden nach dem erstmaligen Konsum ist DMT kaum wirksam. Schnelles „Nachlegen“ ist also nicht sinnvoll. User berichten, dass das Bedürfnis nach einer zweiten Dosis unmittelbar nach der ersten sehr gering ist.

 

Mögliche Langzeitfolgen
Die Wahrscheinlichkeit eine körperliche oder psychische Abhängigkeit von DMT zu entwickeln ist sehr gering.
Mögliche Langzeitfolgen sind mit jenen anderer Halluzinogene vergleichbar. So kann der Konsum von DMT psychische Krankheiten wie Depressionen und Schizophrenie oder ähnliche Erkrankungen auslösen. Insbesondere bei häufigem Konsum und bei dafür leicht anfälligen Personen. Wer zu einer psychischen Erkrankung neigt, kann im Voraus schwer festgestellt werden.

 

Konsumiere nie bei…

  • Unsicherheit, Angst, Unruhe den Konsum betreffend
  • schlechter Befindlichkeit auf Grund von sozialen (Beruf, Schule, Familie, Freunde…) oder körperlichen Problemen.
  • psychischen Erkrankungen
  • Schwangerschaft: Sprache und Leistung des Gedächtnisses des Kindes können durch den Konsum von Halluzinogenen in der Schwangerschaft beeinträchtigt sein.

 

Risk Reduction
Wenn du trotz gesundheitlicher und strafrechtlicher Risiken psychoaktive Substanzen konsumierst, solltest du – neben den Hinweisen bei den jeweiligen Substanzen – über die folgenden Punkte Bescheid wissen:

– DMT sollte immer sitzend oder liegend konsumiert werden. Aufgrund des oft überraschend schnellen Wirkungseintritts besteht die Gefahr des Hinfallens oder Umwerfens von Gegenständen.

– Viele psychoaktive Substanzen können auf unterschiedliche Art und Weise eingenommen werden. Informiere dich daher über die am wenigsten gesundheitsschädliche Art des Konsums.

– Die orale Einnahme von DMT ist wahrscheinlich die risikoärmste Form des Konsums, da kaum ein Risiko besteht sich mit übertragbaren Krankheiten zu infizieren. Allerdings verhindert der Zusatz von MAO- Hemmern auch den Abbau anderer Amine (Dopamin, Noradrenalin, Serotonin) deren Überschuss den Organismus beeinträchtigen kann.

– Der scharfe Rauch kann Atemwege und Lunge beeinträchtigen. Meist wird DMT pur in einer kleinen Pfeife oder mit Zusatz von Tabak in einem „DMT-Joint“ geraucht wobei man besonders tief inhaliert.

– DMT intravenös oder intramuskulär:
Bei Spritzengebrauch besteht ein hohes Infektionsrisiko. Um dich vor HIV/AIDS oder Hepatitis B und C zu schützen,  solltest du immer saubere Spritzen und ein frisches Spritzenbesteck verwenden. Verwende dein eigenes Spritzbesteck und verzichte auf „needlesharing“!
Nutze kostenlose Spritzentauschangebote, wie sie einige Einrichtungen der Wiener Drogenhilfe (z.B.: Jedmayer) anbieten!

– Man benötigt in jedem Fall eine sehr geringe Menge DMT, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Die richtige Dosis ist daher nur schwer einzuschätzen, beim Rauchen allerdings besser steuerbar, da man bereits nach einmaligem Inhalieren merkt, ob man genug hat. Dosiere speziell beim intravenösen oder intramuskulären Konsum vorsichtig!

 

Chemisches
N,N- DMT (gebräuchliche Szenebezeichnungen: DMT, Dimitri, Nigerin)ist eine weiße oder gelbe kristalline Substanz mit scharf- beißendem Geruch und gehört zur Gruppe der Tryptamine, die in der Regel kurz aber intensiv halluzinogen wirken. DMT wird meist geraucht, kann aber auch intravenös und intramuskulär (direkt in den Muskel gespritzt) konsumiert werden. Oral konsumiert zeigt es ohne zusätzlichen Konsum von MAO-Hemmern  keine Wirkung. MAO-Hemmer verhindern den Abbau des Wirkstoffs, so dass es seine Wirkung voll entfalten kann.

 

Das Gesetz
DMT ist im österreichischen Suchtmittelgesetz (SMG) erfasst. Erwerb, Besitz und Weitergabe sowie Erzeugung, Bewerbung, Ein- und Ausfuhr ist also strafbar. Der Konsum an sich ist nicht strafbar, da er aber mit Besitz, Erwerb etc. verbunden ist, verstößt man dennoch gegen das SMG.
DMT- haltige Pflanzen sind nicht im SMG erfasst. Die Zucht DMT- haltiger Pflanzen zum Zweck der Herstellung von DMT ist aber strafbar.