Tipps für Frauen & Männer

Dosis und Körpergewicht
Als Frau hast du durchschnittlich ein geringeres Körpergewicht als Männer und auch dein Stoffwechsel funktioniert etwas anders. Um eine ähnliche Wirkung wie deine männlichen Freunde zu spüren, benötigst du eine geringere Dosis als sie. Im allgemeinen sollte die Dosis dem Körpergewicht der betreffenden Person entsprechen.

Zudem scheinen Ecstasy und einige andere Substanzen durch minimale Unterschiede im Gehirn für Frauen längerfristig etwas schädlicher als für Männer zu sein. Weniger ist also auch in diesem Fall Mehr.

 

Gewichtsreduktion
Viele Frauen und immer mehr Männer versuchen sich einem ungesunden und nicht sehr attraktiven Schlankheitsideal anzunähern. Nachdem Ecstasy, Speed und Kokain Hunger unterdrücken und körperliche Aktivität fördern, werden diese Substanzen manchmal eingesetzt um zusätzlich Gewicht zu verlieren. Funktioniert aber nur kurzfristig: ganz abgesehen von den Nebenwirkungen und dem Suchtpotenzial entwickelt sich schon innerhalb eines Monats eine Toleranz gegenüber den erwünschten Wirkung. Zudem entkräften dich psychoaktive Substanzen langfristig stark und rauben dir wichtige Vitamine und Mineralien. Kümmere dich um deinen Körper und versuche nach dem Konsum psychoaktiver Substanzen die fehlenden Nährstoffe und Flüssigkeiten rasch wieder aufzunehmen – so gibst du deinem Körper die Möglichkeit zur Regeneration. Wenn du sehr wenig wiegst oder Probleme mit dem Essen hast, solltest du dich rasch an eine Beratungsstelle wenden. Essstörungen sind chronische und gefährliche Erkrankungen. Nähere Informationen und Adressen von Beratungsstellen findest du unter Info- & Beratungsstellen.

 

Menstruation

  • Bei manchen Userinnen führt der Konsum von Ecstasy bei Menstruationsbeschwerden, wie schlechte Stimmung, Niedergeschlagenheit, Krämpfe, Schmerzen oder Ziehen im Unterbrauch, zu einer Verschlimmerung dieser Symptome.
  • Regelmäßiger Konsum psychoaktiver Substanzen wie Ecstasy, Speed oder Kokain hat oft Vitamin- und Mineralstoffmangel, unzureichende Nahrungsaufnahme oder Schlafmangel zu Folge. Diese Veränderungen des Stoffwechsels und des Biorhythmus können ein unregelmäßiges Auftreten oder Ausbleiben der Menstruation verursachen. Trotzdem kannst du auch in diesen Fällen schwanger werden. Wenn du weniger Drogen nimmst und längere Pausen einhältst, kann sich der natürliche Zyklus wieder einstellen.

 

Harnwegsinfekte
Durch die höheren Körpertemperaturen sowie das geringe Trink- und Schlafbedürfnis nach Ecstasykonsum kann es zu großem Flüssigkeitsverlust kommen. Infektionen der Harnwege, wie Harnröhren- oder Blasenentzündungen, können durch Flüssigkeitsverlust und andere körperliche Belastungen verschlimmert werden.

 

Schwangerschaft
Erbrechen und Durchfall sind häufige Nebenwirkungen psychoaktiver Substanzen. Erbrechen und Durchfallerkrankungen können – da zuwenig Wirkstoffe in den Blutkreislauf gelangen – die Wirkung der Anti-Baby-Pille beeinträchtigen und Schwangerschaften ermöglichen.

Wenn du schwanger sein könntest, bereits schwanger bist oder dein Baby stillst, solltest du keine psychoaktiven Substanzen konsumieren – also auch nicht Alkohol oder Nikotin. Wenn es dir schwer fällt den Konsum einzustellen, solltest du das auf jeden Fall mit deiner Gynäkologin, deinem Gynäkologen oder in einer der Informations- und Beratungsstellen besprechen.

Nachdem die Placenta für viele Stoffe durchlässiger als die Blut-Hirnschranke ist, gelangen psychoaktive Substanzen oder deren Stoffwechselprodukte auch zum Fötus. Ähnliches gilt für die Muttermilch, mit der psychoaktive Substanzen zu deinem Baby gelangen können. Viele psychoaktive Substanzen, insbesondere Alkohol, Ecstasy oder Kokain, aber auch Nikotin können zu schweren Entwicklungsstörungen, Verhaltensstörungen und Frühgeburten mit niedrigem Geburtsgewicht führen. Durch übermäßigen Alkoholkonsum – hin und wieder ein Glas Bier oder Wein hat keine negativen Auswirkungen auf den Fötus – kann es vor allem in den ersten zwölf Wochen zur Entstehung des sogenannten Fetalen Alkohol Syndroms (FAS) mit äußerlich sichtbaren Missbildungen, Störungen der inneren Organe, Verhaltensauffälligkeiten und geistigen Entwicklungsverzögerungen kommen. Du solltest dir auch Tabak- und Cannabiskonsum abgewöhnen oder zumindest die Zahl der Zigaretten stark einschränken: je größer der Konsum, desto wahrscheinlicher ist das Auftreten von Fehl-, Früh- und Totgeburten oder Untergewicht.

Wenn deine Freundin oder Frau schwanger ist, kannst du als Mann deine Lebensgefährtin – und dein Baby – unterstützen, indem auch du weitgehend auf den Konsum psychoaktiver Substanzen verzichtest.