Unsere KollegInnen von Energy Control aus Spanien haben letzte Woche ebenfalls eine Pille analysiert, die als Ecstasy gekauft wurde aber statt des erwarteten Wirkstoffs MDMA, die Wirkstoffe PMA (Paramethoxyamphetamin), pFPP (para-Fluorophenylpiperazin), Dimethylcathinon, Koffein und eine unbekannte Substanz enthalten hat.

Circa eine Stunde nach der Einnahme von PMA steigen Blutdruck und Körpertemperatur plötzlich und stark an. PMA-KonsumentInnen fühlen bei niedrigerer Dosierung einen alkoholähnlichen Rauschzustand, nehmen halluzinogen-ähnliche Nachbilder und anomale Körperempfindung, wie z.B. ein Kribbeln, Taub- oder Pelzig sein der Haut, Einschlafen der Glieder und ähnliche Effekte wahr.
PMA kann einen starken Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur zur Folge haben. Der Puls beginnt zu rasen, die Atmung wird schneller und gleichzeitig schwerer, die Augen bewegen sich sprunghaft, Muskelkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen können auftreten. Durch das sehr starke Ansteigen der Körpertemperatur kann es zu Organversagen mit tödlicher Folge kommen.

para-Fluorphenylpiperazin (pFPP) gehört – wie mCPP und TFMPP – zur Gruppe der Phenylpiperazine. pFPP hat eine leicht euphorisierende Wirkungsweise und wurde deshalb – wie andere Piperazine auch – vermehrt als Inhaltsstoff von sogenannten „Party Pills“ eingesetzt.

Dimethylcathinon ist eine noch weitgehend unerforschte Substanz mit stimulierender Wirkung aus der Gruppe der Cathinone. Auf Grund der strukturellen Ähnlichkeit zu 4-Methylmethcathinon kann eine Ähnlichkeit in der Wirkung angenommen werden.

Wir raten dringend vom Konsum dieser Pille ab!