Am Wochenende hat checkit!  erneut die neue synthetische Substanz 4-Methylamphetamin (4-MA) in vier vermeintlichen Speed-Proben identifiziert. Neben Amphetamin und Koffein enthielt jede Probe auch das Phenethylamin 4-MA in mäßigen Dosierungen von 76 mg/g  bis zu hohen Dosierungen von 228mg/g.

4-MA ist eine bis dato sehr unerforschte Substanz über die es kaum Informationen gibt. In Zusammenhang mit dem Konsum von 4-MA ist es bereits zu Vergiftungen und ungeklärten Todesfällen in Europa gekommen. Daher ist schwer abzuschätzen, wie giftig die Substanz ist und in welcher Dosierung sie ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko darstellt. Aus diesem Grund raten wir dringend vom Konsum ab!

Außerdem haben wir in einer als MDMA in Pulverform zur Analyse gebrachten Substanz das Ketamin-Derivat Methoxetamin gefunden. Auch bei Methoxetamin handelt es sich um eine neue synthetische Substanz über deren Risiken, Langzeitfolgen und Toxizität bis dato keine bzw. kaum wissenschaftlichen Erkenntnisse vorhanden sind. Die Wirkung ist jener von Ketamin ähnlich, hält aber UserInnen-Berichten zu Folge länger an und ist sehr Dosis abhängig. Einige User berichten von einer Ecstasy-ähnlichen Wirkung kurz nach der Einnahme. Die dissoziative Wirkung setzt erst später und eher unvermittelt – besonders bei höheren Dosen – ein. Im August vergangenen Jahres wurde hier in Wien ein Todesfall in Zusammenhang mit einer Methoxetamin Überdosierung bekannt. Die genauen Hintergründe sind nicht geklärt, aber auch aus anderen europäischen Ländern wurden bereits Todesfälle im Zusammenhang mit Methoxetamin berichtet. Auf Grund dieser Tatsachen und da eine unerwartete dissoziative Wirkung unter Umständen sehr unangenehm sein kann, raten wir dringend zur Vorsicht.

Wenn Du Dich trotz gesundheitlicher und rechtlicher Risiken zum Konsum von MDMA oder Speed entscheidest, lass Deine Substanzen testen! Sollte das nicht möglich sein, teste langsam an, lege nicht gleich nach und verzichte auf den zusätzlichen Konsum anderer psychoaktiver Substanzen!